Gründung und Gründer
Anfang 1986 fanden sich in Berlin fünf Kunsthändler zusammen, die ein Auktionshaus neuen Stils gründeten. Berlin schien den Gründern der richtige Platz zu sein, um der deutschen Kunst eine internationale Bühne zu schaffen.
Inspirierende und treibende Kraft war der Bremer Kaufmannssohn Bernd Schultz, der sich. noch als Lehrling im Bankhaus Lampe von Hans Pels-Leusdens kunstmissionarischem Feuer anstecken ließ, als Werkstudent in dessen Kunsthandlung eintrat und 1975 schließlich Partner wurde.
Hans Pels-Leusden (1908–1993), Händler und Maler, Sammler und Stifter des Berliner Kollwitz-Museums, war vielfältig persönlich verbunden mit den Künstlern der deutschen Moderne. Sein Credo: „Ein Kunstliebhaber muss für die Kunst brennen.“
Wilfried Utermann leitet in vierter Generation die 1853 gegründete Galerie Utermann in Dortmund, die älteste noch in Familienbesitz befindliche Kunsthandlung Deutschlands. Sie hat sich seit 1970 der Kunst des Expressionismus und der klassischen Moderne verpflichtet, besonders Lyonel Feininger, Christian Rohlfs und den Künstlern der Brücke.
Raimund Thomas hat seine Galerie seit 1964 zu einem Fokus der klassischen Moderne gemacht. Im traditionell konservativen München war es ihm gelungen, an die Tradition der großen Münchner Moderne-Händler Goltz, Thannhauser, Franke und Stangl anzuknüpfen.
Michael Neumann in Düsseldorf, der leidenschaftliche Freund der klassischen Moderne, war auf vielfältige Weise mit dem Kunstleben vertraut. Schon früh interessierte er sich für die Fotografie; seine Begeisterung für die zeitgenössische Kunst war ansteckend.
Bernd Schultz ist noch heute Gesellschafter. Dazu sind die Geschäftsführer Daniel von Schacky, Diandra Donecker, Micaela Kapitzky und Dr. Markus Krause an der Gesellschaft beteiligt.